Hypnosetherapie - Abhängigkeit

Der Begriff Abhängigkeit steht hier für Handlungen, die gebunden an Substanzen und unabhängig von Substanzen sind. Nachfolgend wird der Begriff Abhängigkeit mit den Begriffen Sucht, Missbrauch und Co-Abhängigkeit ergänzt.

Die Abhängigkeit zeichnet sich durch das starke Verlangen (Craving) nach einer bestimmten Substanzwirkung oder Befriedigung aus. In beiden Fällen treten Verhaltens-, kognitive und körperliche Veränderungen auf. Hinzu kommt eine steigende ToleranzentwicklungDosissteigerung, auch wenn der schädliche Konsum psychisch und physisch spürbar ist. Mit der Dosissteigerung geht der „universelle Kick" einher und die Aktivierung des Belohnungssystems setzt im Gehirn durch einen Dopaminschub ein. Im Verlauf der Abhängigkeitssymptomatik stellen sich Vernachlässigung des sozialen Lebensumfelds, Hobbys, Interessen, Familie, Freunde, Beruf bis hin zur absoluten Isolation ein.

Zu den Stoffen der substanzgebundenen Abhängigkeit zählen die psychotropen Substanzen wie Alkohol, OpioideOpium, Herion, Morphin, Codein, CannabinoideTHC, Haschisch, Sedativa oder HypnotikaBeruhigungs-⁄Schlafmittel, Benzodiazepine, Barbiturate, Melatonin, H1–Antihistaminika, KokainKokain, Amphetamine, Ritalin, Crystal Meth, Crock, AmphetamineSpeed, Pep, HalluzinogeneAngel Dust, Ketamin, Fliegenpilz, mexikanischer Zaubersalbei, hawaiianische Holzrose, Peyote-Kaktus ⟨Meskalin⟩, Ayahuasca ⟨DMT⟩, Stechapfel, Engelstrompete, Bildenkraut, Tollkirsche , Nikotin und flüchtige LösungsmittelÄther, Benzin, Lacke, Klebestoffe usw.. Ein Kalter-Entzug ist aufgrund der psychischen und körperlichen Abhängigkeit nicht zu empfehlen! Die Stationen des Entzugs teilen sich in den Phasen der Motivation, Entgiftung (Stationär), Entwöhnung (Stationär) und Nachsorge.

Die substanzungebundene Abhängigkeit wird fast ausschließlich auf der psychischen Ebene erreicht. Das exzessive Verhalten führt zum Kontrollverlust gegenüber sozialen, beruflichen und familiären Verpflichtungen. Ein unüberwindbarer Zwang wird zum Lebensmittelpunkt und geht bei Unterdrückung des Impulses mit einer ausgeprägten Stresssymptomatik einher. Klassische Verhaltensüchte sind Arbeits-, Computer-, Handy-, Fernseh-, Spiel-, Internetsucht, Messie-Syndrom, Kaufzwang, Hypersexualität und exzessiver Sport. All die übermäßig betriebenen Aktivitäten können eine Ersatzhandlung für unbefriedigte Bedürfnisse darstellen.

Der Begriff Co-Abhängigkeit stigmatisiert den Betroffenen sehr schnell zum Suchthelfer und Unterstützer. Meist kommen sie aus dem direkten familiären Umfeld und sind die Kinder, Ehepartner, Lebensgefährten oder enge Freunde. Anfangs ist es nur ein Helfen und den Bedürftigen zu unterstützen. Der Abhängige missbraucht seine Helfer und Unterstützer. Hilfsbereite Menschen rutschen hier selbst in eine Abhängigkeit, da sie nur noch für die Aufrechterhaltung der Fassade leben. Zunehmend leiden sie unter den Verlust von Selbstwert, Selbstvertrauen und Authentizität. Zudem besitzen sie ein übermäßig Gefühl, der Schuld den Anforderungen nicht gerecht zu werden. Das damit einhergehende Schamgefühl versperrt ihnen den Weg nach außen, um für sich selbst Hilfe einzufordern.

Bei einer toxischen Beziehung spricht man deshalb auch von einer Co-Abhängigkeit, da perse die o. g. Mechanismen einhergehen. Auch wenn von hier mehr von Täter und Opferrollen gesprochen wird. Eine Beziehung mit einem Narzissten oder Borderliner erfordert die Selbstaufgabe, um den Anforderungen und der Niedertracht eines narzisstischen Partners dauerhaft gerecht zu werden.

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Wenn Sie sich zu einem therapeutischen Weg entscheiden, begegnen wir uns im Erstgespräch zum Kennenlernen. In der Therapie werden wir mittels analytischer Methoden die emotionalen Ursachen für das abhängige Verhalten erarbeiten. Unterstützung finden Sie in und mit den Hypnose-Anwendungen, damit Sie wieder einen Zugang zu Ihrem wahren Selbst finden. Zudem werden die unbewussten körperlichen Selbsthilfefunktionen reaktiviert, die Ihren Gesundungsprozess spürbar anstoßen.

Ich möchte noch den Hinweis geben, dass die therapeutische Hypnose nicht obligat ist. Im Erstgespräch wird geklärt, ob KontraindikatorenPsychosen (z. B. Schizophrenie, Bipolare Störungen, Endogene Depression), Epilepsie, Herzerkrankungen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems, ADS, Schlaganfall, geistige Behinderung, subtanzabhängige Erkrankung, Einnahme von Psychopharmaka vorliegen und ob es für Sie womöglich eine geeignetere Therapieform gibt.